Haus Molchow – Haus Schwartzenfeldt

25. Juni 2026 Aus Von admin

Das Haus Molchow gibt es nicht mehr. Es stand am Molchowsee und ist wohl ein Lost Place. Ich habe hier Historisches Rund um das Haus gesammelt.

Am Molchowsee gab es zwei besondere Gebäude: das Haus Molchow an der Ostseite und das Haus Kosmack an der Westseite des Sees. Das Haus Kosmack wurde zeitweise unter dem Namen „Schloss am Molchowsee“ geführt.

Die Architekten: Entworfen wurde das Landhaus vom berühmten finnischen Architekturbüro Gesellius & Saarinen (Herman Gesellius und Eliel Saarinen). Es war deren einziges realisiertes Bauprojekt in Deutschland. Ernst Schur hat 1908 in der Zeitschrift Dekorative Kunst in einem Artikel Das Haus Molchow bei Altruppin das Haus ausführlich beschrieben.

Das Konzept: Das Haus am Molchowsee galt als Gesamtkunstwerk. Die finnischen Architekten entwarfen das Gebäude und gestalteten die gesamte Inneneinrichtung bis ins kleinste Detail selbst.

Zur Geschichte: Martha und Paul Remer hatten es 1905/09 von den finnischen Stararchitekten Eliel Saarinen und Herman Gesellius bauen lassen. Paul Remer war Dichter uns Schriftstsller.
Als der Bauherr nach Architekten suchte, die seinen Vorstellungen gerecht werden könnten, fiel ihm die Wahl nicht leicht.
Er fand die geeigneten Kräfte in den finnischen Architekten Gesellius & Saarinen. Entscheidend war: Hier sprach die Wesensgleichheit der Landschaft mit, träumende Seen und Kiefernwälder. Die Wahl war nicht nur deshalb auf finnische Architekten gefallen, weil der Bauherr Architekturen von ihnen gesehen hatte, die ihm gefielen, sondern auch, weil er Finnland kannte und den landschaftlichen Charakter des Landes mit dem der Mark übereinstimmen fühlte.

In den 1920er Jahren kaufte der Botschaftsrat Baron Eberhard Kracker von Schwartzenfeldt das Haus Molchow, das fortan den Namen Haus Schwartzenfeldt trug.

Nach dem Tod des Barons im Oktober 1930 wurde die Widwe des Barons, Meta, Eigentümerin des Hauses, das erhebliche Unterhaltskosten hatte. Unterstützung aus der Familie gab es keine, denn die Ehe des Barons mit der bürgerlichen Künstlerin, die vor der Ehe noch auf der Bühne stand, wurde abgelehnt-

Um ein Auskommen zu haben, eröffnete Meta Kracker von Schwartzenfeldt Mitte der 1930er Jahre in ihrem Haus bei Molchow eine Lehranstalt. Das Märkische Töchterheim war eine Art Hauswirtschaftsschule, die darauf ausgerichtet war, Fähigkeiten von zukünftigen, vielseitig gebildeten und pflichtbewussten Hausfrauen zu kultivieren. (Quelle: 13 Frauen, s.u.)

Links und Quellen